Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)

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Sexualität im Alter

Lange Zeit galt Sex im Alter als unschicklich. Heute würde wohl kaum noch jemand diese Meinung öffentlich vertreten. Trotzdem wirkt diese Einstellung noch unterschwellig weiter. Viele ältere Paare verzichten nach wie vor auf Sexualität. Dagegen ist natürlich nichts zu sagen, wenn Sex für beide Partner kein Bedürfnis mehr ist. Aber auch im Alter kann Sexualität die intensivste und befriedigendste Möglichkeit sein, Nähe und Zuneigung auszudrücken. Allerdings ist es wichtig, dass man die körperlichen Veränderungen, die die Sexualität beeinflussen, kennt, akzeptiert und in seinem Verhalten berücksichtigt. Die folgenden Abschnitte beschreiben Veränderungen, die bei Männern ab ungefähr 50 Jahren und bei Frauen nach den Wechseljahren auftreten können.

Veränderungen beim Mann

Veränderungen bei der Frau

Gegen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hilft oft eine rezeptfreie Gleitcreme aus der Apotheke (z.B. KY-Femilind®). Kommt es trotz der Verwendung einer Gleitcreme zu Schmerzen, so kann eventuell eine verschreibungspflichtige östrogenhaltige Gleitcreme eine bessere Elastizität der Scheide bewirken.

Veränderungen durch Krankheiten

Im Alter wird der Körper anfälliger für Krankheiten. Viele dieser Krankheiten verursachen auch sexuelle Funktionsstörungen. Dazu kommt, dass sich manche Medikamente negativ auf die Sexualität auswirken. Beides ist kein Grund, auf Sexualität zu verzichten. Es existieren wirkungsvolle Hilfsmöglichkeiten. Reden Sie mit Ihrem Arzt über das Problem!

Konsequenzen

Die normalen altersbedingten körperlichen Veränderungen bei Mann und Frau müssen nicht automatisch zu einem Verzicht auf sexuelle Aktivitäten führen. Im Gegenteil: Sexualmediziner sind sich darüber einig, dass regelmäßige sexuelle Aktivitäten sehr wirkungsvoll diese Veränderungen verlangsamen. Die altersbedingten Veränderungen müssen auch nicht zu einer wenig befriedigenden Sexualität führen. Einige Veränderungen sind ja auch kein Nachteil. So kann die beim Mann verlängerte Zeit bis zum Orgasmus ein für beide Partner befriedigenderes Erlebnis bewirken. Voraussetzung ist allerdings, dass die Partner über die auftretenden Schwierigkeiten reden können und so zu einem ihrer Situation angepassten Umgang mit der Sexualität finden.

Literatur