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Literaturverzeichnis zur häufig gestellten Frage (FAQ):
Darf ich trotz Herzerkrankung Cialis®, Levitra® oder Viagra® einnehmen?
Anfängliche Horrormeldungen
Schon kurz nach der Markteinführung von Viagra im Jahr 1998 gab es Berichte von Todesfällen in Verbindung mit der Einnahme von Viagra. Wichtige Veröffentlichungen waren:
- U.S. Food and Drug Administration (FDA):
Summary of reports of death in Viagra users received from market (late March) through mid-November 1998.In dieser Mitteilung der FDA wird 130 Todesfällen in den USA im Zusammenhang mit der Einnahme von Viagra berichtet. Leider ist der Bericht nicht mehr auf den Internetseiten der FDA zu finden. Er wird aber auch in dem folgenden Artikel besprochen:
Padma-Nathan, Harin; Eardley, Ian; Kloner, Robert A.; Laties, Alan M.; Montorsi, Francesco (2002):
A 4-year update on the safety of sildenafil citrate (Viagra®).
Urology, Volume 60, Issue 2, Supplement 2 , Pages 67-90. Im Internet: Artikel - Mitka, M. (2000):
Some men who take Viagra die - why?
JAMA, Volume 283, Pages 590-593. Im Internet: ExtraktIn diesem Artikel wird von 564 Todesfällen bis zum Juli 1999 berichtet. Als Quelle wird Pharmakologe Prof. Dr. John Urquhart genannt. Es wird nicht erwähnt, wie Prof. Urquhart zu diesen Zahlen gekommen ist.
- arznei-telegramm, 33. Jahrgang, Nr. 3/2002:
Sildenafil (VIAGRA) und das Herz: Keine Entwarnung!Dieser Artikel geht von weltweit mehr als 1.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Sildenafil aus. Da nur ein geringer Prozentsatz (geschätzt 2%) von arzneimittelbedingten schwerwiegenden Ereignissen gemeldet werden, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die tatsächliche Zahl der Todesfälle bei 50.000 liegen könnte.
Diese alarmierende Meldungen haben eine Fülle von Studien zur Sicherheit von Viagra und später auch von Cialis und Levitra ausgelöst. Außerdem hat es Konferenzen gegeben, bei denen international anerkannte Experten ihr Wissen und ihre Erfahrungen zusammengetragen haben und Richtlinien für die ungefährliche Nutzung dieser Medikamente entwickelt haben.
Aktueller Wissensstand
- Kostis, John B.; Jackson, Graham; Rosen, Raymond et al. (2005):
Sexual dysfunction and cardiac risk (the Second Princeton Consensus Conference)
The American Journal of Cardiology, Volume 96, Issue 2, Pages 313-321.
Im Internet: AbstractDieser Artikel enthält Empfehlungen einer Konferenz von international anerkannten Kardiologen, Urologen und Sexualmedizinern für die Risikoeinstufung von Herz-Kreislauf-Patienten und die Sicherheit von PDE-5-Hemmern bei kardiovaskulären Erkrankungen.
- Jackson, Graham; Rosen, Raymond C.; Kloner, Robert A.; Kostis, John B. (2006):
The second Princeton consensus on sexual dysfunction and cardiac risk: new guidelines for sexual medicine
The Journal of Sexual Medicine, Volume 3, Issue 1, Pages 28-36.
Im Internet: AbstractDieser Artikel unterscheidet sich inhaltlich kaum von dem Artikel im American Journal of Cardiology. Die Publikationen in einer zweiten renommierten Fachzeitschrift und die lange Liste der Referenzen auf diesen Artikel unterstreichen die Bedeutung der Princeton Empfehlungen.
- Kloner, Robert A. (2005):
A case of erectile dysfunction and risk factors for coronary artery disease
International Journal of Impotence Research, Volume 17, Pages S7-S11.
Im Internet: Abstract, kompletter Artikel (pdf-Datei, 96 kB)In diesem Artikel wird an Hand von fiktiven Beispielen die Anwendung der Princeton Empfehlungen gezeigt.
- Jackson, Graham; Montorsi, Piero; Cheitlin, Melvin D. (2006):
Cardiovascular Safety of Sildenafil Citrate (Viagra®): An Updated Perspective
Urology, Volume 68, Issue 3, Supplement 1, Pages 47-60.
Im Internet: AbstractUmfassende Meta-Analyse, die auf Studien mit vielen Tausenden von Männern beruht.