Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)

Erektionsstörung: Ursachen, Behandlung, Kosten, Erfahrungen - von Betroffenen

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Befreiung - eine Mail an uns

Hallo Männer,
ich möchte Ihnen sagen, wie gut ich Ihre Seiten finde. Ich war 40 Jahre verheiratet und habe auch Kinder bekommen. Dennoch war meine Ehe, was die Sexualität betrifft, eine freudlose, peinliche, oft kränkende Zeit. Mein Mann fand es sehr "unanständig", dass ich sexuelle Wünsche hatte. Für mich gab es niemanden, mit dem ich darüber sprechen konnte. Zeitschriften, die diese Themen aufgriffen, gab es vielleicht, wurden aber nicht gekauft.

Seit einigen Jahren habe ich einen Freund, der zwar deutlich jünger ist als ich. Aber wir leben sehr glücklich zusammen, und ich habe liebevolle Sexualität kennengelernt. Es war für mich sehr schwer, meine "Verklemmtheit" zu überwinden! Ich hatte jahrelang keinen Sex. Alles was damit zusammenhing, hatte ich eisern verdrängt. Inzwischen ist es für meinen Partner sehr traurig! Er hat ED. Wir haben aber immer noch Sex, bei dem zumindest ich befriedigt werde. Leider will er nicht, noch nicht, zum Arzt gehen. Ich finde es wunderbar, dass ich gelernt habe, mit meinem Partner sowohl über seine als auch über meine sexuellen Probleme sprechen zu können. Ich finde es sehr gut, dass diese Dinge im Internet zu lesen sind. Und wie Sie das machen, finde ich einfach prima. Mir hat das sehr geholfen!

Heute weiß ich, dass viele Zankereien in meiner Ehe auf unserer sexuellen Unerfülltheit beruhten. Denn sicher hat auch meinem Mann der Beischlaf gefehlt. Ich habe ihn nie entblößt gesehen; aber heute weiß ich, dass er von Anfang an ED hatte oder vielleicht einen zu kleinen Penis, und er schämte sich; leider wollte er darüber nicht sprechen. Und er hat mir streng verboten, über "diese" Dinge, die ja schon, wenn auch unausgesprochen, im Raum standen, mit irgendwem zu sprechen. Das sei Ehebruch etc. Ich habe sehr jung geheiratet; meine Erziehung durch meine Mutter ging nahtlos auf ihn über.

Einer meiner Söhne hat mir einmal gesagt, dass er niemals "mitgekriegt" hat, dass oder ob sich seine Eltern liebten. Unsere Ehe sei völlig unerotisch gewesen.

Vielleicht liest ein "hilfsbedürftiger" Mann, wie wichtig Offenheit ist. Und wie sehr eine Frau auf offene Worte wartet und wie gern sie bereit ist, zu verstehen, zu helfen und mit anderen Formen der Sexualität klar zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Hannelore B. (Name geändert)