Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)

Erektionsstörung: Ursachen, Behandlung, Kosten, Erfahrungen - von Betroffenen

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Behandlung (Therapie) der ED
(erektile Dysfunktion, Erektionsstörung, Potenzstörung, Impotenz)

Wie bei allen anderen Erkrankungen sollte auch bei der erektilen Dysfunktion die Diagnose vor der Therapie stehen. Nur dann können in manchen Fällen die Ursachen bekämpft werden. Zu den möglichen Ursachen zählen auch einige Lebens­gewohnheiten, die oft zu Erektionsstörungen führen. In der Leitlinie der europäischen urologischen Gesellschaft zur Diagnostik und Behandlung von männlichen Sexualstörungen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Behandlung der Ursachen und die Änderung von schädlichen Lebensgewohnheiten bei der Therapie der ED an 1. Stelle stehen sollten (EAU 2010). Auf der Seite "Änderung des Lebensstils" informieren wir über Maßnahmen, die in vielen Fällen zu einer deutlichen Verbesserung der Erektionfähigkeit führen. Wenn die Behandlung der Ursachen und die Umstellung von Lebensgewohnheiten nicht möglich ist oder keinen Erfolg hat, dann ist auch eine symptomatische Behandlung der ED mit den im folgenden beschriebenen Mitteln sinnvoll.

Die folgenden Abschnitte geben einen ersten Überblick über die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten und verweisen auf Seiten mit weiterführenden Informationen.

Zuvor einige Tipps:

Orale (durch den Mund einzunehmende) Medikamente

Alle im Folgenden aufgeführten Medikamente sind verschreibungspflichtig.

Bitte beachten Sie: Diese Medikamente wirken nicht automatisch. Eine Erektion erfolgt nur bei sexueller Stimulierung.

Die Apomorphin-Präparate Ixense® und Uprima® wurden Ende 2004 bzw. Anfang 2005 wegen zu geringer Verkaufszahlen vom Markt genommen. Damit sind jetzt keine ED-Medikamente mit dem Wirkstoff Apomorphin mehr erhältlich. Apomorphin hat die anfänglichen hohen Erwartungen nicht erfüllt.

Lokal anzuwendende Medikamente

Alle im Folgenden aufgeführten Medikamente sind verschreibungspflichtig.

Mechanische Hilfsmittel

Penisringe gibt es mit unterschiedlichem Durchmesser. Es muss ein der persönlichen Anatomie entsprechendes Exemplar ausgewählt werden. Penisringe dürfen nicht länger als 30 Minuten getragen werden. Also bitte nicht mit dem Penisring einschlafen! grins

Hormontherapie

Bei Testosteronmangel kann Testosteron eingenommen (Andriol®), gespritzt, als Pflaster (Androderm®) auf die Haut geklebt oder als Gel (Androtop®, Testogel®) in die Haut eingerieben werden.

Chirurgische Eingriffe

Behandlung psychischer Ursachen

Psychische Faktoren spielen eine große Rolle bei Erektionsproblemen, denn auch eine ursprünglich rein organisch verursachte erektile Dysfunktion führt fast immer zu psychische Problemen wie beispielsweise eine Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls, Versagensangst und Depressionen, die ihrerseits die Erektionsstörung verstärken und aufrecht erhalten können. Um wieder eine befriedigende Sexualität erleben zu können, dürfen diese Probleme nicht ignoriert werden. Allerdings bedarf nicht jedes psychische Problem gleich einer intensiven Psychotherapie. Auf unserer Seite Behandlung der psychischen Ursachen von Erektionsstörungen: Selbsthilfe, Sexualberatung, Sexualtherapie stellen wir Ihnen eine abgestufte Vorgehensweise vor.

Unkonventionelle Therapiemöglichkeiten

Es gibt eine ganze Reihe von weiteren Behandlungsmöglichkeiten. Beispiele sind:

Da Erektionsstörungen ein erstes, auffälliges Zeichen einer gefährlichen Krankheit sein können, können diese Behandlungsmöglichkeiten keinesfalls einen Arztbesuch ersetzen. Die Wirksamkeit dieser Therapieformen ist deutlich geringer als bei den etablierten Therapien, kann diese aber unterstützen.

Zukünftige Entwicklungen

Auf dem Gebiet der Therapie der ED wird intensiv geforscht. Weitere Medikamente mit bekannten Wirkungsmechanismen wie beispielsweise die PDE5-Hemmung werden bald auf den Markt kommen. Aber auch ganz neuen Wegen zur Behandlung der ED werden entwickelt. (Burnett 2009, Porst 2010)

Medizinische Fachliteratur

Diese Seite wurde von Nicht-Medizinern erstellt. Die Autoren haben dazu sorgfältige Recherchen durchgeführt. Die Informationen auf dieser Seite sollen Ihnen bei der Vorbereitung eines Arztbesuchs helfen und das Gespräch mit dem Arzt erleichtern. Sie können keinesfalls das Gespräch mit dem Arzt ersetzen!