Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)

Erektionsstörung: Ursachen, Behandlung, Kosten, Erfahrungen - von Betroffenen

Therapie der erektilen Dysfunktion:
Ixense®, Uprima® (Apomorphin)

Die anfänglichen hohen Erwartungen an Apomorphin haben sich nicht erfüllt. Die Apomorphin-Präparate Ixense® und Uprima® wurden Ende 2004 bzw. Anfang 2005 wegen zu geringer Verkaufszahlen vom Markt genommen. Damit sind jetzt keine ED-Medikamente mit dem Wirkstoff Apomorphin mehr erhältlich. Wir hatten daher diese Seite gelöscht. Da trotzdem noch viele Besucher mit der Suche nach "Apomorphin" auf unsere Seiten kommen, haben wir diese Seite wieder zur Verfügung gestellt. Bitte beachten Sie, dass die Informationen auf dieser Seite nicht mehr relevant sind.

Mit der Zulassung von Ixense® und Uprima® im Juni 2001 hat Viagra® Konkurrenz bekommen. Ixense® und Uprima® wirken schneller als Viagra® und können auch von manchen Männern genommen werden, die Viagra® wegen Wechselwirkungen mit Herz-Kreislauf-Medikamenten nicht nehmen dürfen. Ixense® und Uprima® sind geeignet zur Behandlung einer leichten ED mit organischer, psychogener oder gemischter Ursache. Allerdings haben diese Medikamente die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Die Wirksamkeit ist deutlich geringer als die von Viagra® und SKAT.

Handelsnamen

Ixense® ist ein Produkt der Firma Takeda, Uprima® ist ein Produkt der Firma Abbott. Der Wirkstoff in diesem Medikament heißt Apomorphin. Der Name ist etwas irreführend. Apomorphin hat nichts mit dem Opiuminhaltsstoff Morphin zu tun, es wirkt also auch nicht schmerzstillend und macht nicht abhängig. Apomorphin wurde früher in der Notfallmedizin als Brechmittel bei Vergiftungen (allerdings in wesentlich höherer Dosierung) eingesetzt. Die potenzfördernde Wirkung von Apomorphin wurde eher zufällig bei der Therapie von Parkinson-Patienten entdeckt. Ixense® und Uprima® werden in der Dosierung von 2mg und 3mg Apomorphin pro Tablette angeboten.

Anwendung

Die Tabletten werden unter die Zunge gelegt ("sublingual") und lösen sich dort in 5 bis 10 Minuten auf. Wird die Tablette direkt nach der Einnahme verschluckt, ist keine Wirkung zu erwarten. Durch die Art der Einnahme gelangt der Wirkstoff schnell ins Blut und die Wirkung ist unabhängig davon, ob die Einnahme nach einer Mahlzeit (also mit gefülltem Magen) erfolgt. Zur besseren Auflösung der Tablette sollten Sie vor der Einnahme den Mund gründlich mit Wasser ausspülen. Die Tabletten können hintereinander mit 8 Stunden Abstand eingenommen werden.

Wirkungsdauer

Die Wirkung von Apomorphin beginnt nach 10 bis 20 Minuten und hält bis zu 2 Stunden an. Während dieser Zeit erleichtert Apomorphin Erektionen, die allerdings durch entsprechende Stimulationen ausgelöst werden müssen.

Unerwünschte Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen lassen in der Regel nach mehrmaliger Anwendung nach.

Was spricht gegen eine Anwendung (Kontraindikationen)

Wirkungsweise

Im Gegensatz zu PDE5-Hemmern, die lokal am Penis wirken, wirkt Apomorphin zentral, also im Gehirn (am Hypothalamus). Es verstärkt die Nervenimpulse, die zur Erektion führen.

Apomorphin hat keinen Einfluss auf die sexuelle Begierde (Libido) und Erregbarkeit, kann also nicht als Mittel gegen mangelndes sexuelles Interesse eingesetzt werden. Aus all dem folgt:

  1. Apomorphin kann nur bei sexueller Stimulation wirken.
  2. Die für eine Erektion erforderlichen Nervenstrukturen müssen intakt sein. Sind diese zerstört, kann Apomorphin nicht wirken.

Kostenübernahme durch Krankenkassen

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) (wie die Gesundheitsreform offiziell heißt) am 1. Januar 2004 ändert sich die Rechtslage für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen. Arzneimittel, die überwiegend zur Behandlung der erektilen Dysfunktion dienen, werden danach nicht mehr von der GKV gezahlt.

Weitere Informationen

Die Untersuchungen im Rahmen der Zulassung von Apomorphin haben gezeigt, dass bei mehrmaliger Einnahme die Erfolgsrate von 50% auf 70% steigt. Also nicht gleich aufgeben, wenn's beim ersten Versuch nicht klappt!

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Bei der Erstellung dieser Seite haben wir uns auf folgende medizinische Fachliteratur gestützt: