Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)

Erektionsstörung: Ursachen, Behandlung, Kosten, Erfahrungen - von Betroffenen

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Medikamentenliste
(Medikamente, die Sexualstörungen verursachen können)

Die im Folgenden genannten Arzneimittel und Wirkstoffe, die als unerwünschte Nebenwirkung sexuelle Funktionsstörungen (mit dem Schwerpunkt erektile Dysfunktion) verursachen können, nicht aber in jedem Einzelfall hervorrufen müssen, sind nur Beispiele, und die Aufzählung kann niemals vollständig sein. In vielen, aber nicht allen Fällen, ist im einzelnen bekannt, auf welche Weise die sexuelle Funktionsstörung verursacht wird. Darauf wird dann kurz hingewiesen. Die Liste ist eine Ergänzung zum Artikel "Medikamente als Ursache von Sexualstörungen". Alle Angaben erfolgen ohne jede Haftung nach bestem Wissen.

Übrigens verursachen z.T. dieselben Medikamente auch bei Frauen sexuelle Funktionsstörungen wie beispielsweise Störungen des sexuellen Verlangens, Erregungs- und Orgasmusstörungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Diese Seite enthält Hinweise zu folgenden Medikamentengruppen:

  1. Mittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva, Antihypertonika)
  2. Harntreibende oder entwässernde Medikamente (Diuretika)
  3. Mittel gegen Herzerkrankungen
  4. Mittel gegen Gicht
  5. Mittel gegen Depressionen (Antidepressiva)
  6. Mittel gegen Schmerzen bei Rheuma, Gicht, Arthritis, Spondylitis, M. Bechterew, Gelenkschmerzen und -entzündungen (NSAR / NSAIDs)
  7. Lipidsenker (andere Bezeichnungen: Cholesterin-Senker, Blutfett-Senker)
  8. Mittel gegen Magen- und Darmerkrankungen
  9. Mittel gegen verschiedene Infektionen
  10. Mittel gegen Krebserkrankungen
  11. Cortison
  12. Mittel gegen Diabetes (Antidiabetika)
  13. Mittel gegen Prostataleiden
  14. Haarwuchsmittel
  15. Mittel gegen Epilepsie (Antiepileptika)
  16. Mittel gegen Blasenfunktionsstörungen, Harninkontinenz
  17. Antikoagulanzien, (Blut-)Gerinnungshemmer
  18. Weitere Medikamente: Schlafmittel (Hypnotika), Beruhigungsmittel (Sedativa), Schmerzmittel (Analgetika)

In den folgenden Tabellen steht "div. xxx Generika" für den Handelsnamen eines Präparats, das den Wirkstoffnamen (xxx) und einen Herstellerhinweis enthält.

1. Mittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva, Antihypertonika)

Erhöhter Blutdruck schädigt die Blutgefäße und führt dadurch zu erektiler Dysfunktion. Viele zur Blutdrucksenkung eingesetzte Medikamente können dabei ihrerseits als Nebenwirkung eine Sexualfunktionsstörung verursachen. Ein Teufelskreis! Außerdem kann allein schon die Senkung des erhöhten Blutdruckes auf Normalwerte wegen der verringerten Durchblutung zu einer Erektionsschwäche führen.

Weitere Informationen zu blutdrucksenkenden Medikamenten finden Sie auf unserer Seite "Bluthochdruck und Erektionsstörungen".

Wirkstoffgruppe Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
ACE-Hemmer Captopril Capto-Puren®, Tensobon®, Lopirin® gelegentlich ED
Enalapril Benalapril®, Enabeta®, Enahexal®, Xanef®
Fosinopril Dynacil®, Fosinorm®
Lisinopril Acerbon®, Coric®
Ramipril Delix®, Vesdil®
Angiotensin-II-
Antagonisten
(Sartane)
Candesartan Atacand®, Blopress® Keine negative Auswirkung auf Erektion und Libido. Einige Studien haben gezeigt, dass versch. Sartane die Erektionsfähigkeit sogar verbessern können.
Eprosartan Teveten®, div. Eprosartan Generika
Irbesartan Aprovel®, Karvea®
Losartan Lorzaar®, Losargamma®. div. Losartan Generika
Olmesartan Olmetec®, Votum®
Telmisartan Kinzalmono®, Micardis®
Valsartan Cordinate®, Diovan®, Provas®
Alpha-1-
Rezeptorenblocker
Terazosin Flotrin®, Urozosin® Eher erektionsfördernd und nicht hemmend. Verlängerte oder Dauererektionen (Priapismus). Ejakulationsstörungen.
Prazosin Prazosin-ratiopharm®
Urapidil Ebrantil®, Urapidil-ratiopharm®
Doxazosin Cardular®, Doxacor®
Beta-
Rezeptorenblocker
Atenolol Atebeta®, Atehexal®, Tenormin® ED, Libidoverlust, Testosteron-Abnahme
Bisoprolol Bisoprolol dura®, Concor®
Carvedilol Dilatrend®, Querto®, Carvedilol®
Nebivolol Nebilet®
Pindolol Visken®
Propranolol Dociton®, Obsidan®
Metoprolol Beloc®, Lopresor®, Prelis® ED, Libidoverlust, Testosteron-Abnahme, IPP
Calcium-
Antagonisten
Amlodipin Norvasc® Impotenz
Verapamil Isoptin®, Verahexal®, Verapamil versch. Hersteller Impotenz, Prolaktinanstieg
Diltiazem Dilzem®, Diltiazem versch. Hersteller Potenzstörungen
Clonidin Clonidin Clonistada® gelegentlich verminderte Libido und ED
Hydralazin,
Di-Hydralazin
beide Wirkstoffe gibt es nur in Kombi­nation mit anderen Wirkstoffen, die ihrerseits ED verursachen Potenzstörungen
Methyldopa Methyldopa Dopegyt®, Presinol® Potenzstörungen, Libidoverlust
Reserpin Nur in Kombination mit anderen Stoffen, die ihrerseits ED verursachen Potenzstörungen, Libidoverlust, Testosteronmangel

2. Harntreibende oder entwässernde Medikamente (Diuretika)

Harntreibende oder entwässernde Medikamente werden zur Blutdrucksenkung und zur Entlastung des Herzens eingesetzt, sowie zur Verstärkung der Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln in Kombination mit ihnen.

Wirkstoffgruppe Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Amilorid Immer in Kombination mit anderen Wirkstoffen (Diaphal, Esmalorid, Moduretik, Tensoflux) Impotenz
Spironolacton Spironolacton Osyrol®, S. ratiopharm® Impotenz
Thiazide Clopamid Briserin® Potenzstörungen
Hydrochlorothiazid Disalunil®, Esidrix®

3. Mittel gegen Herzerkrankungen

Es finden zum Teil die gleichen Medikamente und Wirkstoffe Anwendung, die auch schon bei den blutdrucksenkenden Mitteln genannt wurden.

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
ACE-Hemmer siehe unter Mittel gegen Bluthochdruck
Alpha-Rezeptorenblocker siehe unter Mittel gegen Bluthochdruck
Beta-Rezeptorenblocker siehe unter Mittel gegen Bluthochdruck
Calcium-Antagonisten siehe unter Mittel gegen Bluthochdruck
Digitalis-Glykoside Lanicor®, Digimerck® östrogenartige Wirkung
Propafenon Cuxafenon®, Rytmonorm® verminderte Potenz

4. Mittel gegen Gicht

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Allopurinol Foligan®, Zyloric® Potenzstörungen
Benzbromaron Benzbromaron AL® Impotenz

5. Mittel gegen Depressionen (Antidepressiva)

Antidepressiva werden nicht nur gegen Depressionen verordnet. Einige Antidepressiva sind auch für andere Anwendungsgebiete wie beispielsweise Angstzustände, Zwangssymptome und chronische Schmerzen zugelassen.

Tipps zum Umgang mit Erektionsstörungen, die als Nebenwirkung von Antidepressiva auftreten, finden Sie auf unserer Seite "Depressionen und Erektionsstörungen".

Wirkstoffgruppe Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Selektive
Serotonin-
Wiederaufnahme-
Hemmer (SSRI)
Citalopram Cipramil®, Citalon®, Citalo-Q®,
div. Citalopram Generika
Häufig: verringerte Libido, Impotenz, Ejakulationsstörungen, ausbleibende Ejakulation
Häufigkeit nicht bekannt: Priapismus
Fluoxetin div. Fluoxetin Generika Häufig: Verminderte Libido, Störungen der Sexualfunktion (verzögerte oder fehlende Ejakulation, Anorgasmie)
Häufigkeit nicht bekannt: Priapismus
Paroxetin Paroxat®, Paroxedura®,
div. Paroxetin Generika
Sehr häufig: sexuelle Dysfunktionen
Selten: Hyperprolaktinämie
Sehr selten: Priapismus
Sertralin Zoloft®,
div. Sertalin Generika
Sehr häufig: Ejakulationsversagen
Häufig: Verminderte Libido, Sexualstörung, Erektionsstörung
Selten: Priapismus
Escitalopram Cipralex® Häufig: Ejakulationsstörungen, Impotenz, verringerte Libido
Nichtselektive
Monoamin
Wiederaufnahme
Hemmer (NSMRI,
trizyklische Antidepressiva)
Amitriptylin Amineurin®, Saroten®, Syneudon®,
div. Amitriptylin Generika
Häufig: Libidoverlust, Impotenz
Doxepin Aponal®, Doneurin®, Mareen®,
div. Doxepin Generika
Häufig: Libidoverlust, Ejakulationsstörungen, Impotenz
Trimipramin Stangyl®, Trimineurin®, Trimidura®, Herphonal®,
div. Trimipramin Generika
Ohne Häufigkeitsangabe: Erhöhung des Prolaktinspiegels, Gynäkomastie, sexuelle Funktionsstörungen
Amitriptylin­oxid Amioxid-neuraxpharm®, Equilibrin® Häufig: Libidoverlust, Impotenz
Clomipramin Anafranil®,
div. Clomipramin Generika
Sehr häufig: sexuelle Funktionsstörungen (Störung von Libido und Potenz)
Häufig: Gynäkomastie
Opipramol Insidon®, Opipram®,
div. Opipramol Generika
Gelegentlich: Ejakulationsstörungen, erektile Impotenz
Serotonin-
Noradrenalin-
Wiederaufnahme-
Hemmer (SNRI)
Venlafaxin Trevilor®,
div. Venlafaxin Generika
Häufig: Libidoabnahme, Ejakulations- und Orgasmus-störungen, Anorgasmie, erektile Dysfunktion
Duloxetin Cymbalta®, Ariclaim® Häufig: Libidoverminderung, Erektile Dysfunktion, Ejakulations­störungen, verzögerte Ejakulation
Weitere
Antidepressiva
Lithium Quilonum® Impotenz, sexuelle Dysfunktion

Da bei fast allen Antidepressiva Sexualstörungen häufig als Nebenwirkung auftreten, ist es sinnvoll, auf die Antidepressiva hinzuweisen, bei denen Sexualstörungen nicht häufiger als bei Placebos auftreten (Serretti 2009):

6. Mittel gegen Schmerzen bei Rheuma, Gicht, Arthritis, Spondylitis, M. Bechterew, Gelenkschmerzen und -entzündungen (NSAR / NSAIDs)

NSAR ist die Abkürzung für nicht-steroidale Antirheumatika. Die Abkürzung NSAIDs steht für den englischen Begriff non-steroidal anti-inflammatory drugs; dies sind nicht-steroidale Entzündungshemmer. Dazu gehören als Wirkstoffe u.a. Salicylsäure und ihre Abkömmlinge, die Salicylate, Propionsäure-Derivate, Oxicame, Anthranilsäure-Derivate und andere. Die meisten NSAR / NSAIDs greifen in den Stoffwechsel der Prostaglandine ein. Infolge dessen wird weniger Stickoxid NO gebildet. Dieser Botenstoff ist für die Ausbildung einer Erektion erforderlich. Als Nebenwirkung der NSAR / NSAIDs kann es daher zu erektiler Dysfunktion kommen (Shiri 2006).

NSAR / NSAIDs werden bei einer großen Anzahl von Erkrankungen, Beschwerden und Schmerzen eingesetzt: bei Rheuma, Arthritis, Migräne, Gicht, Spondylitis, Morbus Bechterew; bei Kopf-, Zahn- und Gelenkschmerzen; gegen Fieber, Entzündungen und Schwellungen u.a.m.

Wirkstoffgruppe Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Salicylate Acemetacin Acemetacin-CT®, Acemetacin-STADA®, Rantudil® Erektionsstörungen
Acetylsalicylsäure (ASS) Acesal®, Aspirin®, ASS versch. Hersteller
Diclofenac Allvoran®, Diclac®, Diclo®, Rewodina®, Voltaren®
Indometacin Indo-CT®, Indomet-ratiopharm®, Indometacin versch. Hersteller
Propionsäure-Derivate Ibuprofen Dolgit®, Dolormin®, ibu® versch. Hersteller
Ketoprofen Gabrilen®, Spondylon®
Naproxen Naproxen®
Pyrazol-Derivate Phenylbutazon Ambene®, exrheudon®

7. Lipidsenker (andere Bezeichnungen: Cholesterin-Senker, Blutfett-Senker)

Wirkstoffgruppe Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Clofibrate Bezafibrat Bezafibrat®, Cedur®, Lipox® Potenzstörungen, Impotenz
Fenofibrat CiL®, durafenat®, Lipidil®, Lipidil-Ter®
Gemfibrozil Gemfi®, Gevilon®
CSE-Hemmer Simvastatin Zocor®, Simvastatin versch. Hersteller erektile Dysfunktion
Pravastatin Liprevil®, Mevalotin®, Pravasin®
Lovastatin Mevinacor®
Atorvastatin Sortis®
Fluvastatin Cranoc®, Locol®

8. Mittel gegen Magen- und Darmerkrankungen

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Cimetidin Azucimet®, Cime®, Cimet®, Gastroprotect®, Tagamet®, H2-Blocker-ratiopharm® Libidoverlust, Potenzstörungen
Metoclopramid Cerucal®, Gastronerton®, Gastrosil®, MCP®, Paspertin® Libido- und Potenzstörungen

9. Mittel gegen verschiedene Infektionen

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Anthracycline   Unfruchtbarkeit
Cotrimoxazol Cotrim®, Kepinol® verminderte Spermienbildung
Protionamid ektebin®, Peteha® selten Impotenz
Sulfonamide   Unfruchtbarkeit
Trimethoprim Infectotrimet® gestörte Spermienbildung

10. Mittel gegen Krebserkrankungen

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Chlorambucil Leukeran® Unfruchtbarkeit
Estramustin Estracyt®, Multosin® Verlust von Libido und Potenz
Methotrexat Lantarel®, Metex® gestörte Spermienbildung, Impotenz, Libido-Verlust
Busulfan Myleran® Hodenatrophie, gestörte Spermienbildung
Cyclophosphamid Endoxan® gestörte Spermienbildung
Revlimid Lenalidomid® Häufig ED und gelegentlich Libido-Verlust

11. Cortison

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Prednison, Dexamethason Decortin®, Prednison®, Corto-Tavegil® Drosselung der Hormonproduktion, Impotenz

12. Mittel gegen Diabetes (Antidiabetika)

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Pioglitazon + Metformin Competact® häufig ED
Glibenclamid Euglucon®, Maninil®, versch. Präparate, deren Name mit "Glib" beginnt Erektionsstörungen durch Diabetes können verstärkt werden (Porst 2000, S.90)

13. Mittel gegen Prostataleiden

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Tamsulosin Alna® Ocas®, OmnicOcas®, Prostadil®, Tadin®, Prostacure®, Tamsulosin versch. Hersteller ausbleibender Samenerguss (Ejakulation in die Blase)
Finasterid Proscar® Impotenz, verminderte Libido, verminderter Samenerguss, Hodenschmerzen
Dutasterid Avodart® Impotenz, verminderte Libido, Ejakulationsstörung, Gynäkomastie (Vergrößerung der männlichen Brustdrüse) und/oder schmerzhafte Druckempfindlichkeit der Brust

14. Haarwuchsmittel

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Finasterid Propecia® Impotenz, verminderte Libido, verminderter Samenerguss, Hodenschmerzen

15. Mittel gegen Epilepsie (Antiepileptika)

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Carbamazepin Tegretal®, Timonil® Libidoverlust, Impotenz
Gabapentin Gabax®, Neurontin® Impotenz
Pregabalin Lyrica® Erektile Dysfunktion, verzögerte Ejakulation, Anorgasmie, häufig verringerte, gelegentlich gesteigerte Libido
Primidon Primidon®, Liskantin® Erniedrigtes Testosteron
Valproinsäure Convulex® Erhöhtes Testosteron
Bromazepam Lexotanil®, Bromazep®, Gityl®, Lexostad®, Normoc® Libido-Verlust
Clobazam Frisium® Libido-Verlust
Diazepam Diazep®, Faustan®, Stesolid® Libido-Verlust
Flunitrazepam Fluminoc® Libido-Verlust
Lorazepam Tavor®, Tolid®, Laubeel® Impotenz, verminderter Orgasmus, Libido-Verlust
Oxazepam Praxiten® Libido-Verlust
Chlordiazepoxid Radepur® Libido-Verlust

16. Mittel gegen Blasenfunktionsstörungen, Harninkontinenz

Wirkstoffgruppe Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Anticholinergika Darifenacin Emselex® Orgasmus- und Ejakulationsstörungen, erektile Dysfunktion
Solifenacin Vesikur®
Trospium Spasmex®, Spasmolyt®
Tolterodin Detrusitol®
andere Oxybutinin Spasyt®, Oxymedin®, Cystonorm®
Propiverin Mictonorm®, Mictonetten®

17. Antikoagulanzien, (Blut-)Gerinnungshemmer

In der Gelben Liste und den Fachinformationen der Hersteller gibt es keine Hinweise auf Erektionsstörungen als Nebenwirkung von Phenprocoumon und Heparin-Ca. Im "Manual der Impotenz" von Prof. Porst dagegen heißt es: "Unter Antikoagulanzien wie Heparin oder Marcumar wurden ebenfalls Erektionsstörungen beschrieben, wobei der Wirkungsmechanismus unklar ist."

Wirkstoff Handelsnamen (Beispiele) Auswirkungen
Heparin-Ca Heparin-Calcium ratiopharm® Erektionsstörung
Phenprocoumon Marcumar®, Falithrom®, Marcuphen®

18. Weitere Medikamente: Schlafmittel (Hypnotika), Beruhigungsmittel (Sedativa), Schmerzmittel (Analgetika)

Medikamentengruppe/Wirkstoff Auswirkungen
Benzodiazepine selten verminderte Libido
Carbamazepin Einzelfälle Impotenz, verminderte Libido
Modafinil Libidoabnahme
Neuroleptika sexuelle Störungen, Testosteronmangel
Rauwolfia, Reserpin Potenzstörungen, Libidoverlust, Testosteronmangel
Sulpirid verminderte Potenz und Libido
Sympatikomimetika Impotenz, Libidostörungen
Psychoanaleptika Impotenz, Libidostörungen
Tranquilizer sexuelle Störungen, Libidoverlust
Anxiolytica Anorgasmie, Impotenz, Libidoverlust, Ejakulations- und Erektionsstörungen
Morphin, Opiate Libidoverlust durch Testosteronmangel

Weiterführende Informationen

Beipackzettel

Es empfiehlt sich, den Beipackzettel sehr sorgfältig zu lesen, insbesondere den Abschnitt über die Neben­wirkungen. Dabei können sich Hinweise auf Neben­wirkungen auf die Sexualität unter den verschiedensten Bezeich­nungen finden: Impotenz, erektile Dysfunktion, Erektions­störungen, Sexual­funktions­störungen, Ejakulations­störungen, Libido­störungen, Potenz­störungen, verminderte Libido, verminderte Testosteron-Bildung u.v.a.m.

Informationen zu einzelnen Medikamenten

Gebrauchsinformationen (Beipackzettel) und Fachinformationen findet man in einem Internet-Portal des Bundesministeriums für Gesundheit.

Medizinische Fachliteratur

Diese Seite wurde von Nicht-Medizinern erstellt. Die Autoren haben dazu sorgfältige Recherchen durchgeführt. Die Informationen auf dieser Seite sollen Ihnen bei der Vorbereitung eines Arztbesuchs helfen und das Gespräch mit dem Arzt erleichtern. Sie können keinesfalls das Gespräch mit dem Arzt ersetzen!